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24 Tage Ententeich
von Clara Gabriel
(Kommentare: 1)
AIDAluna an der Pier von Ocho Rios /Jamaika,  Foto: Clara Gabriel

24 Tage Ententeich

Ein etwas anderer Rückblick auf unsere Transatlantik-Reise mit der AIDAluna

Vom 10.03 - 03.04.2019 war ich zu Gast an Bord der AIDAluna, um mit ihr den Atlantik zu überqueren. Die Reise ging von Jamaika nach Hamburg, denn das Schiff wurde von der Winterroute in die Sommer-Fahrgebiete überführt. 24 Tage auf einem Kreuzfahrtschiff, davon die Hälfte auf See, nämlich genau 12 Tage. – Da gibt es immer Leute, die mich fragen: "Wie hält man das bloß aus?" und vor allem:  "Was macht man da die ganze Zeit?"

Nun, um ehrlich zu sein, lautet die Antwort "Essen!". Zumindest ist es das, womit die meisten Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs den Großteil ihrer Zeit an Bord verbringen. Nach einem ausgiebigen Frühstück von 7:30 bis 11:00 Uhr lockt nämlich bereits um 11:30 Uhr das Pool-Brunch, dicht gefolgt vom Mittagessen ab 12:30 Uhr. Um 15:30 Uhr gibt’s dann schon wieder Kaffee und Kuchen bzw. Torte beim Kaffeeklatsch in der AIDA-Bar und dann ist es ja auch fast schon wieder Zeit fürs Abendessen. Wer danach immer noch ein kleines Hüngerchen verspürt, kann sich bis 24:00 Uhr in der Pizzeria stärken und die ganz Hungrigen und Nachtschwärmer überbrücken die Zeit von 00:00 -06:00 Uhr an einem der Snack-Automaten. Und dann baut ja auch schon wieder einer der Angestellten das Early Bird-Frühstück auf… 

Sättigungsgefühle, Sonnenstand und Liegenreservierer

Die innere Uhr eines guten Kreuzfahrers richtet sich nach genau zwei Dingen: Dem Sättigungsgefühl und dem Sonnenstand. Letzteren hat der Homo Cruisensis nämlich bereits vor Reiseantritt mittels Routenkarte, Google-Earth und dämlichen Fragen in Facebook-Gruppen genauestens berechnet. Gegen 05:30 Uhr macht er sich dann auf den Weg, um ein paar Liegen zu reservieren, auf denen er sich dann zwischen den Mahlzeiten nach dem aktuellen Stand der Sonne ausrichten kann. Als optimale Anzahl haben sich drei Liegen pro Person erwiesen: Eine in der Sonne, eine im Schatten und eine, wenn die Sonne rumgeht.

Da es mir persönlich viel zu müßig ist, so früh aufzustehen, um eine Liege zu ergattern, spiele ich das Liegenspiel seit Jahren einfach nicht mehr mit. Stattdessen verfolge ich das muntere Gezerre mit milder Belustigung. Die nachfolgenden Beispiele sind zugegebenermaßen noch recht harmlos, verdeutlichen aber gut, worum es geht.

Beispiele professioneller Liegenreservierer auf Kreuzfahrt, Pooldeck AIDAluna

 

Bei so schönem Wetter ist es auf dem Pooldeck an einem Seetag recht voll. Trotzdem gab es auch immer noch ein paar freie Restliegen, wie das erste Foto beweist. Die beiden Liegen auf dem mittleren Bild waren hingegen, auch an den letzten Tagen unserer Reise, als es ziemlich frisch war, immer von denselben beiden älteren Damen reserviert  Die hatten also, sofern sie anwesend waren, ihren Lieblingsplatz in der Sonne mit freier Sicht auf das untere Pooldeck und die Bühne. Bei dem dritten Beispiel dachte ich mir im Vorbeilaufen bloß: "Na, immerhin liegt ein Buch drauf." - Die stolzen Besitzer dieser Liegen sind also nicht dumm, sondern doof, womit der Unterschied auch geklärt wäre.

Apropos "doof" ... Natürlich gab es auch auf dieser Reise wieder reichlich Gestörte Mitreisende, die sich, sagen wir mal, "verhaltensoriginell" benahmen. Da fiel es also gar nicht weiter auf, dass ich mich darunter gemischt habe.

"Mach mal was Neues" und Dinge, die man nur auf Kreuzfahrtschiffen macht.

Ich probiere an Bord immer gern Dinge aus, die ich noch nie gemacht habe. Deshalb gehe ich in Workshops und Seminare oder probiere mal eine neue Sportart aus. Dadurch bin ich schon (aus Versehen) bei so illustren Veranstaltungen wie dem Personal-Training an der Power-Plate, beim Workshop "Fit, wie die Weltmeister" (Bin ich trotzdem nicht), beim Boccia oder beim Shuffleboard gelandet und finde auch Spaß an solchen Aktivitäten. Diesmal habe ich allerdings an den Seetagen nicht viel unternommen. Ich habe ein wenig am dritten Band der Kreuzfahrt-Liebe gearbeitet und mich auf meine Lesung in Hamburg vorbereitet. Ansonsten war ich einfach urlaubsreif und hatte ein nahezu erstaunliches Bedürfnis nach Schlaf.

Eines der Highlights jeder Transreise ist immer die Neptun-Taufe, bei der jeder Gast einen neuen Meeres-Namen verpasst bekommt. Obwohl ich bereits etliche Male den Atlantik überquert habe und auch schon zwei Mal über den Äquator gefahren bin, habe ich mich bisher noch nie taufen lassen. Das hatte einen ganz einfachen Grund, und zwar muss man, wenn man zu Neptun will, ein paar Stationen durchlaufen: 1. etwas Ekliges essen, 2. was noch viel Fieseres trinken und 3. einen Fisch küssen.
Am letzten Punkt waren die Taufen für mich immer gescheitert, denn ich esse nichts, das schwimmt. Ich mag Fisch einfach lieber unter Wasser angucken, statt auf meinem Teller. Wegen dieses Kusses hatte ich mich bisher also immer um die Taufe gedrückt. Allein beim Gedanken, einen kalten, toten Fisch zu küssen, krempeln sich mir die Fußnägel hoch. *uärgs*
Doch diesmal bekam ich auf halbem Ohr mit, wie einer der Gastgeber sagte, dass das Küssen des Fisches aus hygienischen Gründen nicht mehr gestattet ist, Novo-Virus sei Dank.
Deshalb habe ich mich zum ersten Mal von Neptun taufen lassen und höre jetzt auf See auf den schönen Namen "Clara Chinawels".

 

Seetags-Beschäftigung während einer Kreuzfahrt

Als kurioses Highlight meiner Reise entpuppte sich jedoch der "Bastel-Treff". Auf Anregung eines hyperaktiven Alleinreisenden, der wirklich keine Veranstaltung an Bord ausgelassen hat, begleitete ich ihn an einem der fünf Seetage zwischen der Karibik und den Azoren in die AIDA-Bar.
Dort hatte sich bereits, zwischen Skat-Turnier und Kaffee-Klatsch, ein Grüppchen Frauen jenseits der 60 versammelt, um, unter der Aufsicht zweier Gastgeberinnen aus dem Kids Club, Lesezeichen zu basteln. Ausgerüstet mit Tonpapier, Filzstiften (O-Ton Gastgeberin "Die sind auch super zum Mandala-Malen!") und kindgerechten Scheren mit abgerundeten Spitzen, suchten wir uns einen freien Platz an der Bar und machten uns, nachdem wir Kaffee bestellt und ein Stück Torte organisiert hatten, fröhlich ans Werk.

Gut, es ist nicht gerade leicht, mit einer Kinderschere ein Stück Papier gerade auszuschneiden und ich gebe ja zu, dass wir die Sache vielleicht nicht soooo ernst nahmen, wie die restlichen Anwesenden. Das rechtfertigte aber noch lange nicht, uns den Glitzerkleber zu verweigern. Achtung, Spoiler: Doch, tat es schon, denn wenn man ihn uns ausgehändigt hätte, hätte vermutlich danach die gesamte AIDA-Bar geglitzert. 

Da es mit der Kinderschere schlicht nicht möglich war, einen geraden Schnitt hinzubekommen und um noch etwas halbwegs Vernünftiges zustande zu bringen, versuchte ich mich an einem Metall-Lesezeichen mit Perlen. Nachdem mich die freundliche Kids Club Mitarbeiterin mit der Funktionsweise von Quetsch-Perlen vertraut gemacht hatte, näherte ich mich vorsichtig den Sortiments-Boxen. Man durfte sich Perlen aussuchen und sollte sie dann in ein Plastikschälchen geben, damit sie nicht überall herum flogen. Ich entschied mich für verschiedene Blautöne und entdeckte einen Anker aus Metall, den ich als abschließendes Deko-Element sehr passend fand. Sobald ich ihn in mein Schälchen gelegt hatte, zuckten die Augen der Frau, die neben mir stand, zu meiner Schale. "Woher haben Sie den?"
"Na, aus der Box", antwortete ich, woraufhin sie hektisch durch die Fächer stöberte.
"Das war wohl der Letzte", stellte sie fest. Ihre Unterlippe schob sich ein Stück vor und sie sah mich aus großen Augen an, wie eine schmollende Dreijährige.
Mühsam schluckte ich den in mir aufsteigenden Kommentar "Pech gehabt!" hinunter und wandte mich achselzuckend zum Gehen. Schließlich hatte ich bereits eine halbe Stunde der wertvollen Bastel-Zeit im Kampf gegen die Kinderschere vergeudet. Doch die Frau gab nicht auf. "Der ist wirklich schön!", rief sie mir noch mal nach, in der Hoffnung, ich möge ihr den Anker überlassen.
Keine Chance, das war MEINER. Ätschbätsch. Ich ertappte mich bei dem Wunsch, ihr die Zunge rausstrecken zu wollen, konnte mich aber gerade noch zusammenreißen, bastelte mein Lesezeichen und wunderte mich darüber, wie leicht die infantile Stimmung überschwappt, wenn man Erwachsenen Bastelmaterial und Glitzerkleber in die Hand drückt.

Insgesamt hatten wir einen lustigen Nachmittag, auch wenn wir vom Rest der Gruppe geschnitten wurden. Ich weiß gar nicht, warum? Scheinbar sind Spaß und Lachen beim Basteln verboten und ich schwöre bei Gott, wer noch nie erlebt hat, wie rüstige Seniorinnen mit heiligem Ernst windschiefe Tonpapier-Streifen einlaminieren und Dinge sagen wie "Kann ich jetzt auch endlich noch mal die Schmetterling-Stanze bekommen?", der war noch nie wirklich auf einer Transreise.

Deshalb mein Tipp: Einfach mal was ausprobieren, was man noch nie gemacht hat. Man erlebt da wirklich die ulkigsten Geschichten! :)
Ich freu mich derweil auf meine nächste Kreuzfahrt, mal schauen, was ich dann Lustiges mache?! Beim Karaoke war ich noch nie, aber das werde ich wohl den Gästen auch weiterhin besser ersparen. #TheNoiseoftheOcean

In diesem Sinne: Happy Cruising, probiert mal was Neues!

Eure

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Kommentar von Helga Müller |

Liebe Clara Gabriel, der Bericht beschreibt genau die Kreuzfahrer, die wir auch schon beobachtet haben.
Danke für den Reisbericht, er ist schon mal eine Vorfreude auf unsere Reise über den Atlantik nächstes Jahr.
Liebe Grüße Helga Müller

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